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Zu Gast bei den Bio-Pionieren

Das Jura ist bekannt für seine zahlreichen Biohöfe. Seit Jahrzehnten produzieren hier Landwirte ihre Produkte im Einklang mit der Natur. Entlang der «Chemins du Bio» in der Region Franches-Montagnes lassen sich diese Biohöfe erwandern und erleben.

Die Franches-Montagnes (Freiberge) liegen im äussersten Westen der Schweiz an der Grenze zu Frankreich. Die sanft gewellte Hochebene auf rund 1000 Meter über Meer ist geprägt durch Weiden sowie Fichten- und Tannenwälder. Verwunschene Weiher entlang der Chemins du Bio laden zum Baden, Picknicken und Ausruhen ein. Zum Beispiel der Etang de la Gruère, ein Naturschutzgebiet und Hochmoor, das nur zu Fuss zugänglich ist.

Ein Hof voller Entdeckungen
Der Hof «Le Peu-Girard» ist ein Paradies für Tierliebhaber. Hier gibt es Hasen, Hühner, Schweine, Esel, Schafe, Kühe, Hunde und Katzen. Das kommt auch bei den Kindern gut an. Kathrine Naef-Fischer zeigt ihnen gerne, wie man die Tiere streichelt oder wie man auf einem Esel reitet. Für die meisten ein unvergessliches Erlebnis!

Ihre Gäste verwöhnt Kathrine mit dem, was ihr Hof hergibt: Milch, frische Yoghurts, selbstgebackenes Brot, Gemüse und Früchte aus dem Garten sowie Käse und Salsiz von den eigenen Tieren. «Ich will die Gäste für den einzigartigen Geschmack von biologisch produzierten Lebensmitteln sensibilisieren», sagt sie.

Biopionier mit einer Mission
Bernard Froidevaux produziert auf dem Hof «La Fleur» in Montfaucon seit über 40 Jahren Bioprodukte. Die «Chemins du Bio» gehen auf seine ursprüngliche Idee zurück, Konsument und Produzent wieder näher zusammenbringen. Er mag es, Wanderern seinen Hof zu präsentieren. «Die Gäste tauchen dann kurz in unsere Welt ein und wir immer auch ein wenig in ihre.» Er will, dass die Besucher mit eigenen Augen sehen woher ihre Lebensmittel kommen und wie diese hergestellt werden. Denn für erstklassige Bioprodukte braucht es Leidenschaft und Ausdauer. «Gäste empfangen bedeutet bei uns immer auch, gemeinsam den Reichtum der Umgebung zu degustieren.»

Bernard ist der letzte Bauer, der seinen Tête de Moine – den bekanntesten Käse der Region – noch nach traditionellem Rezept herstellt. Das heisst lediglich mit frischer Kuhmilch während der Weidezeit im Sommer und bei Temperaturen bis höchstens 44°C. Aktuell führt er drei Nachfolger in die Kunst seines «Tête de Moine artisanale» ein.

MySwitzerland.com/hikejura