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Wander-Tipps

Hoch über dem Alltag - Solothurner Jura

Der Höhenweg auf der höchsten Jurakette vom Weissenstein nach Untergrenchenberg ist ein Wanderhit mit grandioser Fernsicht bis zum Mont Blanc. Der abwechslungsreiche Weg durch Wiesen und auf Kreten führt an zahlreichen Bergbeizli vorbei.

Die Genusstour beginnt auf dem Solothurner Hausberg Weissenstein auf der ersten und höchsten Jurakette (1284 m.ü.M.). Dorthin gelangen Wanderer mit dem Postauto ab Bahnhof Solothurn, zu Fuss oder mit der Gondelbahn ab Oberdorf (SO).

Vom Kurhaus aus erreicht man in 30 Minuten bequem die sympathische Bergwirtschaft Hinterweissenstein, bekannt für Röstis, Fondues und die schöne Terrasse. Natürlich gibt’s auch einen ersten Morgenkaffee, bevor es steil hinauf auf 1444  Meter zur Hasenmatt geht. Damit sind das Gipfelkreuz und der höchste Punkt im Solothurner Jura erreicht. An klaren Tagen sieht man in der Ferne die beeindruckende alpine Bergwelt. Durch Buchen- und Tannenwälder steigt man hinab, dann hinauf auf den Rücken der Stallfluh, wo es vielen Wanderern ob der grandiosen Aussicht den Atem verschlägt: Unten schlängelt sich bei Solothurn die Aare durch die Ebene, auf Augenhöhe befindet sich das imposante Alpenpanorama: Es reicht vom Säntis bis zum Mont Blanc.

Schon bald führt ein langer Gratweg durch die weite, blumenreiche  Weide. Im Westen glitzert der Neuenburgersee. Von Obergrenchenberg – mit möglichem Abstecher ins gleichnamige Restaurant mit Hof – führt der Weg über Weidland hinab nach Untergrenchenberg. Die Gaststätte bietet einen Hot Pot gegen schwere Beine, schmackhafte saisonale Gerichten und Fleisch vom eigenen Hof. Von hier bringt einen das Postauto nach Grenchen an den Bahnhof. Wer will kann die Fahrt ins Tal auch mit grossen Trottinetts bewältigen.

Aussicht: 5 Sterne
Beizli: 4 Sterne
Genussfaktor: 5 Sterne
Dauer: 4 Stunden
Höhenmeter: 430 aufwärts, 540 abwärts
Infos: seilbahn-weissenstein.ch

Autorin: Silvia Schütz

Panoramawanderung zum Breccaschlund - Region Fribourg

Die von Gletschern geformte Urlandschaft Breccaschlund fasziniert. Eine wunderschöne Rundwanderung ab Schwarzsee führt an den Fuss imposanter Kalksteinwände und zu einem Alpbeizli inmitten grüner Weiden.

Inmitten der verträumten Naturlandschaft der Freiburger Voralpen liegt Schwarzsee (1047 m.ü.M.). Mit der Sesselbahn erreicht man bequem das Bärghuus Riggisalp auf 1493 m.ü.M., den Ausgangspunkt zur Breccaschlund-Rundwanderung. Schon nach wenigen Schritten fühlt man sich mitten drin in dieser Berg-Arena zwischen Charmey, Jaun und Schwarzsee. Die Buvette «Untere Euschels» verlockt nach gut 30 Minuten zu einem Kaffeehalt. Danach führt der Wanderweg in lockerem Auf und Ab zu immer neuen Aussichten, besonders schön überblickt man Schwarzsee vom Rippetli aus.

Wenig später ist das Naturschutzgebiet Breccaschlund erreicht. Diese Urlandschaft figuriert seit 1996 im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler nationaler Bedeutung. Kein Wunder, es geht ein spezieller Zauber von den imposanten Kalkfelswänden aus, die ihre weisslichen Zacken steil aus dem saftigen Grün der Alpweiden himmelwärts recken. Inmitten dieser Spitzen, von der Pointe de Balachaux (1977 m.ü.M.) im Südwesten bis zur Spitzflue (1954 m.ü.M.) im Osten, fühlt man sich beschützt… oder gefangen. Alte Trockensteinmauern und mächtige Bergahorne runden das Bild ab. Im Beizli der Alpgenossenschaft St. Antoni wird allerfeinstes Fondue aufgetischt, mit offensichtlichem Stolz der Senner und Gastgeber. Täuscht es oder verfolgen auch die träge im Gras wiederkäuenden Kühe den Erfolg ihrer Gaben? Nach dem währschaften Mahl läuft man ohne Anstrengung talwärts dem See entgegen.

Aussicht: 4 Sterne
Beizli: 5 Sterne
Genussfaktor: 5 Sterne
Dauer: gut zweieinhalb Stunden
Höhenmeter: Aufwärts 85, abwärts 520 Höhenmeter
info: www.schwarzsee.ch

Autorin: Susi Schildknecht

Webseite: migros-impuls.ch/wandern

Wandern macht glücklich

Bergwandern macht glücklich und verleiht Energie. Bereits eine Wanderung von rund drei Stunden beeinflusst die psychische Gesundheit positiv. Stimmung und Gelassenheit steigen, negative Gefühle sinken markant, besagt eine Studie des Österreichischen Alpenvereins aus dem Jahr 2016.

Kein Wunder, ist das Wandern seit Langem en vogue. 44 % der Schweizer Bevölkerung gehen regelmässig zu Fuss über Stock und Stein. Was macht es so attraktiv? Wanderer wollen aktiv etwas für ihre Gesundheit tun und die Natur erleben. Stressabbau und Selbstbesinnung sind nach innen gerichtete Motive, welche sich der Durchschnittswanderer – übrigens 52 Jahre alt – von der Bewegung draussen wünscht. Wie das genau geschehen soll, ist individuell.

Das Wandern beglückt auch den Körper: Selbst wer nur kurze Strecken von 90 Minuten Dauer wandert, fördert die Gesundheit, wie Studien zeigen. Allerdings nur, wenn Koordinations- und Lockerungsübungen integriert werden. Effekt: Das Körpergewicht sinkt, der Body-Mass-Index verbessert sich und der Blutdruck bewegt sich ebenfalls gegen unten.

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Solothurner Jura
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