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Vom Korn zum Brot

Bis man am Morgen in das frische Gipfeli beissen kann, braucht es viel Arbeit. Angefangen auf dem Feld und bis hin zum Verkauf in der Bäckerei. Was letztlich für ein wirklich gutes Brot wichtig ist, beginnt bei den Bauern.

01 Aussaat

Im Spätherbst bereitet der Bauer mit Traktor, Pflug und Egge das Saatbeet  vor. Mit einer Sämaschine bringt er die kleinen Weizenkörner in den Boden. Danach spriesst ein kleines Pflänzchen aus dem Acker und fällt auch schon bald in den Winterschlaf.

02 Pflegen und Düngen

Im März wecken die Sonnenstrahlen den Weizen. Jetzt gibt ihm der Bauer ein wenig Dünger. Einen Monat später fährt er mit Traktor und «Striegel» über den Acker und reisst so die Unkräuter aus, die den kleinen Weizenpflänzchen den Platz und das Licht streitig machen.

03 Ernte

Der Weizen wächst und blüht. Im Sommer färbt er sich gelb und die Körner werden hart. Der Mähdrescher schneidet die Weizenhalme, drischt sie aus und spuckt das Stroh hinten raus. Dieses wird zu grossen Paketen gepresst und dient später den Kühen, Kälbern und Schweinen als Matratze. Manch ein Bauer bietet mit «Schlaf im Stroh» auch Gästen ein Strohbett an.

04 Sammelstelle und Mühle

Die Weizenkörner kommen in einen Tank und so zur Getreidesammelstelle. Dort werden sie gereinigt nach Sorten getrennt und verpackt. Anschliessend kommt das Getreide in die Mühle, welche es zu Mehl mahlt. Weizen kann zu Weiss-, Halbweiss- oder Vollkornmehl werden. Zur Herstellung von Vollkornmehl verwendet man nahezu das ganze Korn, für Halbweiss- und Weissmehl nur seinen inneren Teil.

05 Bäckerei

Der Bäcker mischt Mehl, Hefe oder Backpulver, Salz, Wasser und je nachdem weiteren Zutaten zu einem Teig. Den lässt er ruhen und backt ihn zu den unterschiedlichsten Broten.

06 Brot

Ende der Zauberei!
Die Schweiz kennt rund 200 Brotsorten, je nach Region andere. Wir Schweizer sind wahre Weltmeister in Sachen Brotvielfalt und lieben unser tägliches Brot: Im Schnitt geniesst jeder von uns Tag für Tag 130 Gramm. Hmmmm, wie das nach warmen Broten duftet!

Autor: Hans Rüssli