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Mittelland, eine Welt für Geniesser

Kaum eine andere Region ist so reich an Erzeugnissen aus einheimischer Produktion wie das Freiburgerland: Der weltbekannte «Greyerzer» (Le Gruyère AOC) sorgt bei Käsekenner zu Freudensprüngen und in Kombination mit seinem cremigen Bruder, dem Vacherin Fribourgeois begeistert uns das «moitié-moitié»-Fondue. Die mittelalterliche Stadt Fribourg verbindet die deutschen- und französischen Sprach und Kulturräume.

In Bern kann man nicht nur in der Altstadt unter sechs Kilometer Arkaden bummeln, sondern sich auch Köstlichkeiten aus der Region zu Gemüte führen, wie z.B. die Berner Rösti. Aber bitte «nume nid g’schprängt», wie es so schön auf Berndeutsch heisst. Oder warum nicht in die alpine Landschaft des Saanenlandes fahren und dort die saftigen Wiesen und die würzige Luft geniessen?

Die Zahl 11 bedeutet in Solothurn, der schönsten Barockstadt der Schweiz, etwas ganz Besonderes. Während 11 Jahren wurde die berühmte St. Ursen-Kathedrale gebaut. 3 x 11 Treppenstufen führen zu diesem beeindruckenden Bauwerk. Zudem gehören 11 Kirchen, 11 Brunnen und 11 Türme zum Stadtbild. Aber auch der Genuss kommt nicht zu kurz. Bei einer Kaffeepause sollte man auf jeden Fall ein Stück Solothurner Torte probieren.

 

Geführte Tour durch die Berner Bierkultur

Gemeinsam mit einem erfahrenen Biersommelier auf den Spuren des Berner Biers: Auf dieser Tour erfahren Sie spannende Fakten und Anekdoten, mit denen Sie beim nächsten Small Talk auftrumpfen können. Wieso schmeckt das Bier aus der Flasche beispielsweise anders als aus dem Glas? Das und vieles mehr lernen Sie auf der Biertour nicht nur theoretisch: An vier Standorten, in jeweils zwei Gasthausbrauereien und ausgewählten Bierbars der Berner Altstadt erfahren Sie alles über Bier und dessen Herstellungsprozess. Professionelles Degustieren steht dabei selbstverständlich auch auf dem Programm.

Gourmet Panoramapfad

Den Freiburger Spezialitäten entlang wandern auf einem der Gourmetpfade, hoch über dem Genfersee, mitten in den Voralpen – das ist möglich in Les Paccots. Zwei Bergrestaurants und zwei Alphütten bewirten die Gäste. Am Lac des Joncs gibts ein Bauernbrettchen mit Fleisch und Käse. Dann folgt man den Holzwegweisern «Sentier gourmand», um nach knapp zwei Stunden bei der Alphütte Saletta eine Chaletsuppe serviert zu bekommen: Bouillon mit Milch, Rahm, vier Gemüse, Hörnli und geschmolzener Käse. Der nächste kulinarische Halt, das Restaurant Le Vuipay, ist nur eine halbe Stunde Fussmarsch entfernt. Dort können sich die Wanderer mit leckeren Älplermagronen verköstigen. Danach geht es steil abwärts zum Restaurant Les Rosalys, das eine weitere Freiburger Spezialität anbietet: Glace au Vin Cuit, eine Rahmglace mit leicht karamellisiertem, eingedicktem Apfel- oder Birnensaft.

Weitere Informationen und Ausflugstipps finden Sie unter MySwitzerland.com
 

Gourmet Panoramapfad
Geführte Tour durch die Berner Bierkultur

 

Gemüse direkt nach Hause
Marinette und Daniel Krieg aus Wichtrach BE sind Quereinsteiger in der Landwirtschaft. 2013 haben sie sich dazu entschlossen, einen Hof zu übernehmen, um dem Büroalltag zu entfliehen. Die ganze Familie ist unterdessen Teil des Projekts und hilft tatkräftig mit. Die Idee, ihre Bio-Produkte auch gleich selber an den Kunden zu verkaufen, entstand mit der Hofübernahme. Im gleichen Jahr bauten sie den Hofladen. «Ich war schon immer gern im Garten», sagt Marinette. Eigenes Gemüse und Beeren bietet sie nun neben anderen Spezialitäten des Biohofs im Hofladen an.

Am frühen Morgen geht Marinette jeweils in den kleinen Hofladen. Sie füllt die Produkte auf und rüstet das frische Gemüse, damit der Laden bereit für die Kundschaft ist. Alles, was die Familie nicht selber herstellt, kommt von den Bauern in der Umgebung. Kurze Transportwege sind garantiert. «Unseren Kunden möchten wissen, von wo die Lebensmittel kommen». Einkaufen im Hofladen ermöglicht es, hinter die Kulissen zu sehen und die Bauernfamilie gleich noch kennenzulernen. Während Marinette den Laden in Schwung hält, kümmert sich ihr Mann Daniel um den Ackerbau und die Tiere. «Jeder hat seinen eigenen Bereich, aber wir wechseln uns auch ab, und helfen einander. »

Wer den Weg nicht zum Hofladen schafft, kann ein Gemüsekorb-Abo abschliessen. Das Gemüse liefern Marinette und Daniel zwei Mal in der Woche direkt nach Hause. In den Korb kommt nur das, was gerade auf dem Feld wächst. Auf kleine Spezialwünsche nehmen sie aber durchaus Rücksicht. «Einigen liefern wir auch die Eier, Früchte und Beeren dazu», sagt Marinette. So kommt das Gemüse der Familie Krieg direkt zu den Kunden nach Hause.

Familie Marinette, Daniel, Lukas & Leo Krieg, Biohof-Krieg, Wichtrach BE
www.biohof-krieg.ch

 

Genuss und Erlebnis auf dem Hof
Im Hofladen «Le Marché du Claru» der Familie Andrey in Pierrafortscha ist Einkaufen ein echtes Erlebnis.. Hübsch sind die hofeigenen Produkte in den Regalen ausgestellt. Fast alles wird auf dem Hof produziert. Nur einige Spezialitäten wie Essig oder Öl bezieht die Familie aus der Region. Der Hofladen im Kanton Freiburg lockt nicht nur mit seinem grossen Angebot. Im Laden gibt es eine Spielecke für die Kinder. So können die Mütter in Ruhe ihren Einkauf machen, während die Kinder beschäftigt sind. Im Sommer hat es draussen einen Spielplatz mit Trettraktoren und einem Sandkasten. Wer nach dem Einkauf eine Stärkung braucht, kann noch einen Kaffee im Bistro trinken. Am Mittag servieren die Andreys warme Speisen. Einkaufen und entspannen geht hier zusammen.

Sandra und Fernand Andrey sind Pächter des Hofs Le Claru im Kanton Freiburg. Den Hofladen haben sie erst im Jahr 2017. An seinem Platz stand früher ein Pferdestall. Dieser war aber schon in die Jahre gekommen. Darum haben sie das Gebäude kurzerhand in einen Hofladen umfunktioniert. «Ein Hofladen war schon immer mein Traum», sagt Sandra. Als Familienmensch wollte sie aber mehr bieten. So kam noch der Spielplatz und das Café dazu, bei den Kunden kommt das richtig gut an.
Hofalltag und Familie
Auf dem Hof leben Angus Rinder, eine sehr robuste Rasse. Die Tiere geniessen auf dem Hof ein schönes Leben und werden dann ganz in der Nähe geschlachtet. Das Tierwohl kommt bei der Familie Andrey an erster Stelle. Sie stehen zu hundert Prozent hinter ihren Produkten. Die Arbeiten auf dem Hof sind klar geregelt. Sandra kümmert sich um den Hofladen und den Haushalt. Fernand ist für die Tiere und den Ackerbau zuständig. Ihr Sohn Frederic ist meistens mit den Männern unterwegs. Tochter Sophie geniesst es im Hofladen mit den anderen Kindern zu spielen. Sie hat hier schon viele Freundschaften geschlossen.

Neben den täglichen Arbeiten wie dem Versorgen der Tiere oder dem Ackerbau, gilt es auch den Hofladen zu betreuen. Vier Angestellte helfen mit. «Im Januar und Februar ist es meistens sehr ruhig». In den hektischeren Monaten steht Sandra selber mit im Hofladen und bedient die Kunden. «An manchen Tagen stehe ich schon um halb sechs auf. » sagt sie. Sie versorgt die Kinder, schmeisst den Haushalt und bereitet den Laden für die Kunden vor. Wer will, kann sich auf dem Hof auch das Ja-Wort geben. An Weihnachten führen sie einen grossen Markt auf dem Hof durch. Die Familie setzt mit ihrem Konzept voll auf Erlebnis und das mit grossem Erfolg. Viele Kunden in der Umgebung schätzen das Angebot und unterstützen den Betrieb.

«Bauer ist einer der wichtigsten Berufe der Welt», sagt Sandra. In der Schweiz produzieren wir Lebensmittel auf hohem Niveau, das wissen die Leute. Die Kunden des «Le Marché du Claru» schätzen das Angebot der Familie. «Sie sehen, woher ihr essen kommt, das ist ihnen sehr wichtig. » Im Winter kann man im Hofladen, anders als bei den grossen Detailhändlern, keine Beeren kaufen. «Wenn man einmal auf etwas verzichtet, freut man sich dann umso mehr darüber und geniesst die Beerensaison! »

Sandra, Fernand, Frederic und Sophie Andrey, Le Marché du Claru, Pierrafortscha FR
www.leclaru.ch

 


Brunch mit Tradition
Rösti, Spiegeleier, Käse und weitere Leckereien – all das gibt es am 1. August Brunch auf dem Ruttigerhof. Der Betrieb in Olten bietet den Brunch schon seit 23 Jahren an. Karin und Philipp führen den Hof mit Milchkühen und Schweinen mit grosser Leidenschaft. 500 bis 700 Gäste finden am Nationalfeiertag bei ihnen ein lauschiges Plätzchen. «Zu uns kommen viele Familien mit Kindern, aber auch Gäste aus verschiedenen Altersklassen, » erzählt Karin.

Alles, was die Familie auf dem Hof produziert, wird am Brunch aufgetischt. Den Rest bezieht die Familie aus der Region. 14 Tage vor dem Brunch beginnen bereits die Vorbereitungen, vor allem die Bestellungen der Produkte. Zwei bis drei Tage vorher stellen sie Tische und Stühle auf. 30 Helferinnen und Helfer unterstützen die Familie. «Am Anfang waren wir immer etwas nervös, dass wir von einigen Produkten nicht genug haben. » Mittlerweile ist die Familie aber ein eingespieltes Team und alle wissen, was es braucht und was sie zu tun haben.

Auf dem Hof gibt es mehr als nur ein feines «Zmorge». Allein der Ort, auf dem Bauernhof, schafft eine einmalige Atmosphäre. Die Gäste können den ganzen Betrieb erkunden, besonders für die Kinder ist das ein echtes Erlebnis. Die Tiere im Stall und das Trampolin sind natürlich sehr beliebt. Auch Schweizer Tradition ist gross geschrieben. Am Nationalfeiertag baut die Familie einen Schwingplatz auf. Ein Trainer unterrichtet die Besucher im Schwingen. Ein Erlebnis, dass man nicht so schnell vergisst.

Karin und Philipp Hengartner, Brunch-Hof, Olten SO
www.ruttigerhof.ch


In Zusammenarbeit mit den Schweizer Bäuerinnen und Landfrauen

Familie Marinette, Daniel, Lukas & Leo Krieg, Biohof-Krieg, Wichtrach BE
Sandra, Fernand, Frederic und Sophie Andrey, Le Marché du Claru, Pierrafortscha FR
Karin und Philipp Hengartner, Brunch-Hof, Olten SO
Schweizer Bäuerinnen- und Landfrauenverband