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Kulinarische Nordostschweiz

Ob in der Stadt oder in der Region Zürich: Gäste schätzen neben der gastronomischen besonders auch die kulturelle Vielfalt. Auch die Zürcher Wasserqualität lässt nichts zu wünschen übrig. Wer durstig ist, kann einfach aus dem nächsten Brunnen trinken. Dieser ist nie weit, denn mit rund 1200 Brunnen ist Zürich eine der brunnenreichsten Städte der Welt.

Ob international bekannte Spezialitäten oder Geheimtipps für Geniesser: Auch die Ostschweiz weiss mit ausgezeichneten Gourmet-Restaurants und urchigen Beizen, mit ihren traditionellen und naturnahen Produkten zu verführen. Ein Beispiel dafür ist die legendäre Olma-Bratwurst. 1438 zum ersten Mal gegrillt und 300 Jahre später patentiert, mundet sie auch heute noch hervorragend. Ein beliebter gebürtiger Appenzeller ist nicht nur der herzhafte Käse mit dem weltbekannten Geschmack. Im gleichnamigen Alpenbitter sorgen 42 Bergkräuter für geistreichen Genuss.

Capuns, Bündnerfleisch oder Nusstorte: Auch der Kanton Graubünden geht durch den Magen. Die Gerichte, die meist rätoromanische Namen wie die «Pizokels», «Capuns» oder das «Plain in pigna» tragen, blicken auf eine jahrtausendalte Entwicklung zurück und sind heute aus den lokalen Speisekarten nicht mehr wegzudenken.

 

Zürich Food Tour

Auf dieser Tour lernen «Foodies» das Trendquartier Zürich-West in geselliger Runde und auf kulinarische Art kennen. Zu Fuss besuchen Geniesser jene Restaurants, die bei Zürcherinnen und Zürchern sehr beliebt sind. Die Führung vermittelt die Ess- und Trinkkultur der Zürcher und erzählt im gleichen Atemzug Spannendes über die sogenannte «Zürcher Gastro-Revolution». Aber auch die Entstehung des pulsierenden Quartiers Zürich-West wird erläutert. In einer geselligen Runde werden in diversen Lokalen feine Häppchen aus Gemüse, Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten gekostet, aber auch Getränke werden serviert. Auf dieser Erlebnistour, bei der Genuss und Wissenswertes über Zürich-West im Vordergrund stehen, ist für alle Teilnehmer stets eine geschmackvolle Erfahrung.

Kulinarische Velotour durch die Bündner Herrschaft

Das wichtigste Weinbaugebiet Graubündens ist die Bündner Herrschaft mit den Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans. Die Weine aus der Region sind längst kein Geheimtipp mehr, doch ihre bunte Vielfalt gilt es zu entdecken. Zum Beispiel auf dem Zweirad. Eine reizvolle kulinarische Route startet in Bad Ragaz. Voller morgendlicher Frische geht es über das Dorf Fläsch vorbei an unzähligen Rebbergen nach Maienfeld. Hier wird im Heidihof die feine Vorspeise als erstes Glüschterli kredenzt. Gestärkt geht die Fahrt weiter, am lieblich in die Landschaft eingebetteten Dorf Jenins vorbei und zum nächsten Genuss in Malans. Denn dort lockt im Gasthaus Krone die deliziöse Hauptspeise. Satt und glücklich geht die Reise via Landquart dem Rhein entlang zurück nach Bad Ragaz. Als krönenden Abschluss warten im Hotel Schloss Bad Ragaz süsse Leckerein. Hier kann man die Erlebnisse des Tages wunderbar revuepassieren lassen.

Weitere Informationen und Ausflugstipps finden Sie unter MySwitzerland.com

Zürich Food Tour
Kulinarische Velotour durch die Bündner Herrschaft

 

Manchmal liegt das Gute so nah!
Im sonnigen Alpental Val Lumnezia liegt die kleine Ortschaft Cumbel, in der Sarah und Curdin Capeder mit ihrer Familie Zuhause sind. Zusammen mit den Eltern bewirtschaften sie einen vielseitigen Betrieb mit Mutterkuhhaltung, Pouletmast, Bergackerbau. Als Nebenerwerb betreiben sie die Alpenfischzucht Lumare GmbH. Ihre Hofprodukte sind saisonunabhängig, daher bekochen sie ihre Gäste das ganze Jahr in ihrem Beizli oder vermarkten ihr Natura-Beef sowie die Saiblinge direkt. Sarah kümmert sich um die drei Hofläden in Cumbel, Surcoulm sowie in der Churer Altstadt. «Wir haben eine durchmischte Kundschaft, von der Schülerin bis zum Professor. Es sind Menschen, denen der persönliche Kontakt zu uns Bauern wichtig ist und die erfahren möchten, woher ihre Lebensmittel stammen», sagt sie. Es sei eine Genugtuung zu sehen, wie viel Freude ihre Stammkunden an ihren mit viel Liebe produzierten Produkte hätten. «Treue Kunden sind für uns der grösste Antrieb, jeden Tag mit viel Energie weiter zu machen».

Sarah und Curdin begrüssen am 1. August das zweite Mal rund 65 Personen auf ihrem Hof. Die Erwachsenen sind für das Buffet zuständig und die Jungmannschaft plant das Kinderprogramm. Jung und Alt kommen in Genuss eines reichhaltigen Buffets mit selbstgebackenem Brot und Zopf, geräucherter Saibling, Trockenfleisch und Würste direkt vom Hof. Es gibt nur regionale und saisonale Produkte zu essen. Sie arbeiten mit lokalen Bauern zusammen und runden so ihr Zmorge-Angebot ab. «Schweizer Bauern produzieren viele qualitativ hochstehende Lebensmittel. Es muss nicht immer Superfood von weit her sein. Saisonal und regional einkaufen ist ebenso nachhaltig und modern. »

Sarah und Curdin Capeder, Brunch-Hof, Cumbel GR
www.capederfood.ch

 

Ein Familienprojekt auf 1'200 Meter
Ein Hotpot mit frischem Wasser aus der eigenen Bergquelle und einzigartiges Bergpanorama – was für ein einzigartiger Badespass auf 1'200 Meter über Meer! Daniela und Vreni Hüberli verwöhnen ihre Kundschaft nebst dem Outdoor-Holzpool auch kulinarisch in ihrem «Ober Stöbli» mit selbstgekochten Gerichten. Im Winter servieren sie verschiedene Fondues, Raclettes mit Tischgrill und Chinoise mit hofeigenem Fleisch. Mag man nicht mehr fahren, stehen 20 Schlafplätze zum Übernachten zur Verfügung. Ein perfektes Plätzchen zum Verweilen.

Am 1. August geht es bei Familie Hüberli schon frühmorgens los. Alle Helferinnen und Helfer packen mit an und bereiten das reichhaltige Zmorge für die erwarteten 400 Besucher vor. «Wir bieten, wenn möglich alles vom Hof an, ob die hausgemachten Joghurts und Konfitüren, die Fleischplatte oder die selbstgemachten Desserts. Es ist uns wichtig, dass unsere Gäste in Genuss von lokalen Produkten kommen», erzählt Daniela. Ansonsten beziehen sie die Lebensmittel aus unmittelbarer Nähe wie der Schwägalp-Käse oder die frischgebackenen Brote der Tante aus dem Laden der Zopf-Wyber. Musikalische Unterhaltung begleitet die Brunch-Liebhaber durch den Tag. Seit vielen Jahren bieten Hüberlis den 1. August-Brunch auf dem Bauernhof an. Damals noch weiter oben auf der Alp für 80 Personen, ohne Strom und fliessendem Wasser. Die Beliebtheit stieg stetig, also verlagerten sie den Buurezmorge zurück auf den Heimbetrieb, auf dem sie mehr Platz haben. «Auf unserem Hof können die Leute aus dem Alltag ausbrechen und die ruhige, verkehrsfreie Atmosphäre mit Top-Aussicht geniessen».

Daniela und Vreni Hüberli, Bäuerin und Tochter, Ennetbühl SG
www.fondue-baden.ch

Von der Eier-Tour zum regionalen Lieferservice
Ihre Augen strahlen, wenn die gelernte Pflegefachfrau von ihrer täglichen Arbeit spricht. Im Norden der Schweiz, direkt an der Grenze zu Deutschland bewirtschaftet Lisa, ihr Mann Jonas und Bruder David den Föhrenhof. Sie haben 75 Rinder sowie Ackerbau mit Raps, Sonnenblumen, Getreide, Zuckerrüben sowie Mais und Sojabohnen als Futtermittel. Bruder David kümmert sich zusammen mit einem Angestellten um die 11'000 Legehennen. Lisa ist für den Direktverkauf verantwortlich. Nach Abschluss der Bäuerinnenschule vor sieben Jahren war sie voller Tatendrang, wollte das Gelernte in der Praxis umsetzen und stellte etwas Eigenes auf die Beine. Die Dorfbewohner interessierten sich nach Eröffnung des Hühnerstalls im 2018 für die frischen Eier vom Föhrenhof. Also startete die junge Bäuerin mit einer kleinen Eier-Tour im Dorf und belieferte schon nach kurzer Zeit auch die umliegenden Gemeinden.

Nicht nur die Anzahl Bestellungen nahmen zu, sondern auch ihr Warenkorb. «Bäuerinnen und Bauern aus der Region meldeten sich bei mir», erzählt sie, «mein Sortiment vergrösserte sich rasant, von Lamm- und Hirschfleisch, Raps- und Kürbiskernöl, Quitten bis hin zu frischgebackenem Brot und Zopf». Jeden Mittwoch versendet sie an die rund 120 Kundinnen und Kunden via Whatsapp den Wochenhit mit der aktuell verfügbaren Ware. «Ich beliefere Familien, Alleinstehende und ältere Leute. Einzelne warten regelrecht auf meinen Besuch und können es kaum erwarten, bis ich die frischen Lebensmittel freitags persönlich vorbeibringe. » Die Nachfrage wächst, so dass sie bereits eine dritte Tour plant. Die Kundschaft schätzt die Zusammenarbeit innerhalb der Bäuerinnen und Bauern sehr. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und sie weiss, wer hinter dem Produkt steckt.

Die Knöpfli, Meringue und der Eierlikör aus den hofeigenen Freilandeier dürfen natürlich nicht fehlen. Einmal wöchentlich ist Lisa in der Backstube zu finden, in welcher sie Brot aus regionalem Getreide bäckt. Je nach Saison hat sie auch Bärlauch- und Kürbisknöpfli oder Eierlikör-Weihnachtsspecial mit Zimt im Angebot, abhängig was die Natur und Region hergibt. «Mir liegt es am Herzen, dass ich aus lokalen Rohstoffen handgemachte Kreationen herstelle. Die Leute lernen dadurch die Saisonalität besser kennen, sehen inwiefern wir in der Landwirtschaft an die Natur gebunden sind und mit wie viel Herzblut und Leidenschaft wir unsere tägliche Arbeit machen».

Lisa Fuchs, Bäuerin, Altdorf SH
www.ei-derfuchs.ch


In Zusammenarbeit mit den Schweizer Bäuerinnen und Landfrauen

Sarah und Curdin Capeder, Brunch-Hof, Cumbel GR
Daniela und Vreni Hüberli, Bäuerin und Tochter, Ennetbühl SG
Lisa Fuchs, Bäuerin, Altdorf SH
Schweizer Bäuerinnen- und Landfrauenverband