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Grenzüberschreitender Genuss

In der Region Basel wird Kultur grossgeschrieben. So wundert es nicht, dass hier auch die Kultur des Geniessens ihre Vollendung findet. Seit zweitausend Jahren verschmilzt am Rheinknie das Beste aus den drei benachbarten Landesteilen.

Ein besonderes Fest der Sinne ist zum Beispiel die Basler Fasnacht, die jeweils mit dem Morgenstraich um 4 Uhr morgens beginnt. Farbenfrohe Larven, Laternen und Schnitzelbänke gehören dazu. Und drei spezielle Fasnachtsspeisen, die an den «drey scheenschte Dääg» ihren Duft verströmen: die Basler Mehlsuppe, die Zwiebelwähe und eine Hefebrezel mit Kümmel, Fastenwähe genannt, die zum Bier genossen wird.

Ausflüge lohnen sich ins Baselbiet und in den Jurapark Aargau, zu den Reb- und Obstbergen, wo nicht nur besondere Gaumenfreuden warten. Hier gibt es auch wunderschöne Wanderwege durch die Rebberge und die Winzer freuen sich, die edlen Tropfen mit ihren Besuchern zu degustieren. Die Winzer dieser Region gelten als besonders innovationsfreudig und die Anbauflächen wachsen kontinuierlich – das beste Indiz, dass hier der Saft viel Kraft hat.

Nordwestschweiz
Nordwestschweiz
Taste my Swiss City Basel
Naschwandern im Garten Eden

 

Taste my Swiss City Basel

Diese Food-Tour durch Basel führt an Orte, die etwas anders sind. Abseits von klassischen Touristenattraktionen lernen Feinschmecker auf dieser rund dreistündigen Tour das «kultige Basel» kennen – und können es sich gleichzeitig auf der Zunge zergehen lassen. Fünf Lokale gibt es zu entdecken, die allesamt ihren eigenen Weg gehen und damit überzeugen. Gerade weil ihre Konzepte etwas anderes sind als gewohnt, sind sie auch bei den Baslern enorm beliebt. Sei es eine Leckerei aus der ältesten Bäckerei Basels, ein Abstecher in den Zero-Waste Shop, eine Erfrischung in Kleinbasels Glacé-Paradies oder eine köstliche Trinkschokolade: Auf dieser Tour gilt es unzählige Köstlichkeiten aus der Stadt am Rheinknie zu entdecken.

Naschwandern im Garten Eden

Eingebettet zwischen Aare und Rhein liegt die Hügellandschaft des Aargauer Juras – des grössten Natur- und Erholungsraums zwischen Basel und Zürich. Hier geht es auf dem Fricktaler Höhenweg über sanfte Hügel und saftige Wiesen, durch rauschende Wälder und schmucke Dörfer. Genau das Richtige für alle die gerne genussvoll wandern. In zwei bis vier Tagen führt der 60 Kilometer lange Fricktaler Höhenweg vom Weindorf Mettau über die Höhen des Tafeljuras in die Zähringerstadt Rheinfelden. Besonders im Frühling, wenn die Bäume in voller Blüte stehen, locken sie Wanderer und Fotografen von nah und fern an. Sinnesfreuden für den Gaumen bietet der Sommer: Zahlreiche Kirschbäume im Jurapark laden entlang des Wegs zum Naschen ein. Wer in die Ferne blicken möchte, steigt den rund 25 Meter hohen Holzturm Cheisacher hinauf. Der Blick reicht von den Höhenzügen des Schwarzwalds über die Hügelketten des Juras bis zu den Alpen. Echter Balsam für die Augen.

Weitere Informationen und Ausflugstipps finden Sie unter MySwitzerland.com

Kathrin Märki, Land Läbe, Bözberg
Simon & Toni Broch, Allmendhof, Beinwil / Freiamt AG
Anita und Christian Rudin, Bio-Hof Dangern, Eptingen BL
In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bäuerinnen- und Landfrauenverband

 

«Das ist Landläbe»
«Ich war schon immer ein Landmädchen» schmunzelt Kathrin Märki. Aufgewachsen im aargauischen Schinznach Dorf absolvierte sie zuerst eine Lehre als Bankkauffrau. Ihre Leidenschaft war seit jeher das Backen, Kochen, Dekorieren – und was der Haushalt sonst noch so hergibt. So führte eins zum anderen, sie machte die Bäuerinnenschule und lernte ihren Mann, Landwirt Stephan, kennen und lieben. Nun haust sie mit ihm, ihren Kindern und Tieren auf dem schönen Bözberg. Ihr ganzer Stolz ist ihr Hofladen «Land Läbe».

«Eines Abends sass ich mit meinem Mann und einem Glas Wein auf dem Heuballen und bestaunte die die wunderbare Aussicht des Bözbergs, da wusste ich, das ist Landleben! », schwärmt Kathrin. Nach 25 Jahren erfüllte sie sich nun ihren Traum vom eigenen Hofladen. Der Name «Land Läbe» ist Programm. «In unserem Laden gibt es nur qualitativ hochwertige Produkte, hinter denen wir zu 100 Prozent stehen. »

Schon das Logo des Hofes verrät es: Hier kann man Eier kaufen. «Meine Hühner sind meine Mitarbeiterinnen. » Diese sind mit der Idee des Hofladens zu Kathrin auf den Bözberg gekommen. Im Internet ersteigerte sie einen alten Bauwagen. Mit dem Traktor holte sie den Wagen ab und gleich ging der Umbau los. Mit viel Geduld und Durchhaltevermögen baute Kathrin mit ihr Mann den Wagen in ein Hühnerhotel um. Nun wohnen 80 Hennen im lauschigen Wagen und gackern freudig auf der Weide.

In Reih und Glied sind Honig, Sirup und Teigwaren im Hofladen ausgestellt. Sogar bei den Etiketten achtet Kathrin wie sie diese aufs Produkt klebt. In ihrem Reich hat alles eine bestimmte Ordnung. Kathrins Kunden schätzen vor allem ihre aussergewöhnlichen Produkte. «Zu uns kommt auch, wer ein Geschenk sucht», erzählt sie. Mit viel Liebe macht sie Geschenkkörbe speziell auf Anfrage. Auch der Kontakt mit der Bauernfamilie ist den Besuchern wichtig. So kennt man den Produzenten und weiss genau von wo die Produkte herkommen. Fast alles, was Familie Märki anbietet, kommt vom eigenen Hof, den Rest bezieht sie aus der Region.

Die leidenschaftliche Bäuerin backt ihre Brote direkt im Holzofen und verkauft sie anschliessend noch warm im Laden. Neu entsteht sogar eine Backstube hinter dem Laden, damit Kathrin noch effizienter Brote backen kann. So riecht es im Hofladen immer nach feinem frischen Brot und lockt die Kunden an. «Bei uns hat’s für jeden Geschmack etwas.»

Kathrin Märki, Land Läbe, Bözberg
www.landlaebe.ch

 

«Panorama-Stübli»: Ein Name, der verpflichtet
Panorama gibt’s hier soweit das Auge reicht! Der Blick gleitet vom Üetliberg im Nordosten über den Säntis, die Glarner Alpen bis an die Rigi und den Titlis. Aber nicht nur das: Der Allmendhof im aargauischen Beinwil hat auch sonst viel zu bieten.

Egal ob Hofladen, Tanzabende, Buure-Olympiade oder die klassischen Betriebszweige, Simon und Toni Broch geht die Arbeit nie aus. Das Vater-Sohn-Gespann managt gemeinsam den 16 Hektaren grossen Bauernhof. Sohn Simon ist der Betriebsleiter und zuständig für die Schweine, Schafe und Rinder. Das Revier von Vater Toni umfasst die Events, unzählige Kirschen-, Zwetschgen-, Äpfel- und Quitten-Hochstammbäume, den Kräutergarten sowie den Hofladen.

Einige Veranstaltungen sind fix in der Allmendhof-Jahresagenda eingetragen. Jeweils am Donnerstag und Freitag ist das «Panorama-Stübli» bis 17 Uhr geöffnet. Der erste Donnerstagabend im Monat ist für die Feinschmecker, der Tag darauf für die Tanzbegeisterten reserviert. Dazwischen hat’s aber noch viel Platz für Hochzeiten, Geburtstagsfeste und Firmenevents. Oder eben den 1. August-Brunch, den Familie Broch seit vielen Jahren am Nationalfeiertag auf die Beine stellt. «Der Brunch legte 2003 den Startschuss für den Eventhof, wie er heute ist», erzählt Toni, «wir haben entdeckt, wie viel Freude es uns bereitet, Gäste auf dem Hof zu empfangen und ihnen die verschiedenen Facetten der Landwirtschaft näherzubringen». Bis zu 100 Personen heissen sie an diesem Tag jeweils willkommen. Vieles, was in der «Panorama-Küche» hergerichtet, gebrutzelt oder gebacken wird, kommt vom eigenen Hof. «Was wir nicht selber herstellen, stammt aus der Nähe. Uns ist wichtig, dass wir möglichst viele Kreisläufe schliessen und die Wertschöpfung in der Region halten», so Toni, «viele Gäste suchen genau das und schätzen unsere Philosophie.».

Simon & Toni Broch, Allmendhof, Beinwil / Freiamt AG
www.allmendhof-broch.ch


Vom Getreide zum Mehl
Natürlich, natürlich!, lautete das Motto des Bio-Hof Dangern. Der Betrieb liegt etwas abseits von Eptingen im Kanton Baselland, ganz in Waldnähe. Anita und ihr Mann Christian bewohnen und bewirtschaften das kleine Paradies. Die Natur liegt ihnen sehr am Herzen. «Alles kommt aus der Natur», sagt Anita. Darum halten sie auch Mutterkühe. Die Kälber bleiben von Geburt an zusammen mit ihren Müttern im luftigen Freiluftstall. Das Fleisch verkaufen sie dann direkt an ihre Kunden in der Umgebung.

Seit 2008 wächst auf dem Bio-Betrieb UrDinkel. «Das hat sich so ergeben, weil wir in der Familie jemanden mit Verdaungsproblemen hatten». Zum Test baute die Familie UrDinkel an und ist bis heute zufrieden mit dem Getreide. Die Produkte verkaufen sich ganz ohne Werbung. Die Nachfrage ist so gross, dass sich das Mehl über den Webshop in der ganzen Schweiz verkaufen lässt. Auch die Läden in der Region kaufen es bei ihnen ein. Aus dem eigenen Mehl stellt Anitas Vater Teigwaren her. Auch diese sind bei den Kunden beliebt und in kurzer Zeit ausverkauft. Die hofeigene Steinmühle ist ein echtes Highlight auf dem Bio-Hof-Dangern. Anita macht bei Swiss Tavolata mit. Das heisst, sie empfängt Gäste in ihrem Heim und bekocht sie. Der Apéro dazu findet immer in der Mühle statt. Die Gäste können dort miterleben, wie sie die Produkte verarbeiten. Beim UrDinkel passiert das von A bis Z auf dem Hof. Anita verwendet für ihre Gäste fast nur Köstlichkeiten vom eigenen Hof. Alles was sie nicht selber anbaut, bezieht sie aus der Region.

«Viele Läden in der Umgebung haben unser Mehl», sagt Anita. Die Konsumenten wollen wissen woher ihre Produkte kommen. Wenn man die Produkte direkt auf dem Hof kaufe, habe man einen ganz anderen Bezug dazu, meint sie. Man kenne den Produzenten und habe eine ganz andere Wertschätzung für die Lebensmittel. Daher freut sie sich immer, wenn die Kunden direkt bei ihr einkaufen

Anita und Christian Rudin, Bio-Hof Dangern, Eptingen BL


In Zusammenarbeit mit den Schweizer Bäuerinnen und Landfrauen