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Unterwegs in der Natur

Ich bin seit jeher in der Natur unterwegs. Sie hat mich geprägt und mir den Weg gezeigt, um sicher auf die Berge zu kommen – sowohl im Sommer als auch im Winter.

Als Bergführer mit Gästen auf Touren unterwegs, beginnt die Biodiversität schon unten im Tal, wenn wir an Wiesen und Bächen den Weg zur Hütte angehen. Da durchschreiten wir die verschiedenen Vegetationsstufen und ich erkläre meinen Gästen die Fauna und Flora: seien es die Magerwiesen mit den verschiedenen Blumen oder die Tiere und Insekten, die in diesen Biotopen miteinander leben. Etwas höher begegnen wir den Laubbäumen, die später in Wald übergehen und Waldpflanzen und Tieren ein Zuhause geben. Kommen wir über die Baumgrenze, sind es die Alpweiden, auf welchen Kühe und Rinder grasen und Sennen aus der kräftigen Milch den Alpkäse herstellen. Dann geht es in die alpine Stufe, die viele Kräuter und kleine Blumen sowie Sträucher in sich birgt. Gerne sammle ich einige davon und bereite dann in der Hütte einen schmackhaften warmen Tee für meine Gäste zu.

Unser Blick steigt hoch hinauf zu den Berggipfeln, wo wir in Gedanken schon die Tour von morgen hochsteigen.

Für mich ist es immens wichtig, dass wir die Natur verstehen und sie schätzen, so wie es die Bauern und Bäuerinnen seit Urzeiten tun. Ich freue mich, wie jedes Jahr, auf den 1. August-Brunch und wünsche allen in der Schweiz «en Güete zämu».


Hanspeter Berchtold,
Dipl. Bergführer und Skilehrer