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Die Schweizer Biodiversität entdecken

Seltene Blumen inmitten einer spektakulären Alpinlandschaft, lokale Produkte aus Kastanien, ein kulinarisches Erlebnis im historischen Kloster, oder Biogemüse frisch ab Hof. Was gibt es Schöneres als die Vielfalt der Schweizer Natur hautnah zu erleben?

Mit dem Gemüse-Esel durch das «Grüne Band Bern»

Bern ist bekannt für seine Altstadt. Weniger bewusst ist den Besuchern die Nähe zur Natur und der nachhaltige Lebensstil der Stadt. Für beides steht Gemüse-Esel Thomas Wieland. Bei Sonnenaufgang belädt Wieland vor dem Hof in Thörishaus seinen Anhänger mit Gemüse sowie Obst und tritt in die Pedale. Sein E-Bike samt Anhänger bringt ihn umweltschonend nach Bern. Der Arbeitsweg des Gemüse-Esels gehört zum «Grünen Band Bern». Die Route verbindet auf 59 Kilometern die Gemeinden rund um Bern. Nachhaltig ist nicht nur, wie sich Wieland bewegt, sondern auch was er auf dem Anhänger hat. Vom Anbau bis zum Endprodukt produziert er mit einfachen Hilfsmittel Nahrungsmittel und arbeitet vor allem mit Muskelkraft. Seine Ware verkauft er am Markt in Bern und beliefert Unverpackt-Läden. Nachhaltiger geht kaum. 

Flowerpower mit Panorama

Die Schynige Platte begeistert mit einem umfassenden Panoramablick auf Eiger, Mönch und Jungfrau sowie den Thuner- und Brienzersee. Heimlicher Star ist aber der botanische Alpengarten, in dem es mehr als 720 Schweizer Alpenpflanzen zu bestaunen gibt. Wer hat‘s erfunden? Die Engländer. Um die alpine Bergblütenpracht auch im heimischen Garten zu bestaunen, nahmen die Engländer Samen und kleine Pflanzen aus der Schweiz mit nach Hause. Dies inspirierte schliesslich auch die Schweizer dazu, hierzulande alpine Gärten anzulegen. So wurde 1927 der Alpengarten auf der Schynigen Platte gegründet. Das Besondere daran ist, dass die Pflanzen in natürlichen Gesellschaften angepflanzt sind. Im Alpengarten gibt es 16 solcher Lebensräume zu bestaunen: So zum Beispiel das Urgesteinsfeld für Alpenblumen, die kalkarme Böden bevorzugen, die Riviera für die südländischen Pflanzen oder die Windecke für Pflanzen, die exponierte Lagen vorziehen.

Ricola Kräutergarten in Kandersteg

Direkt vor dem historischen Gasthaus «Ruedihus» liegt der Ricola Kräutergarten, welcher mit seiner faszinierenden Kräuterwelt zum Entdecken und Verweilen einlädt. Riechen und staunen Sie über die Schweizer Bergkräuter - dem Herzstück eines jeden Ricola Produkts. Ein Besuch lohnt sich besonders während der Blütezeit von Mai bis September, der Eintritt ist frei. rico.la/kandersteg

 

Gratwanderung Stoos

Ein spektakulärer Gratweg verbindet die beiden Gipfel Klingenstock und Fronalpstock hoch über dem Vierwaldstättersee. Imposante Abgründe und ein 360°-Panorama bringen Wanderer zum Staunen. Dass der Gratweg so gut ausgebaut und unterhalten ist, verdanken sie ehrenamtlich tätigen Senioren wie Sepp Betschart und Gottlieb Arnold. Ihr Lohn? Das Dankeschön der Wanderer. Beide Gipfel sind mit einer Sesselbahn von Stoos aus erreichbar. Neben dem faszinierenden Panorama gibt es eine Vielzahl von auserlesenen Alpenblumen zu betrachten.

Kastanien und Kulinarik im Bergell

Verborgen im Kanton Graubünden liegt das Bergell. Das idyllische Gebirgstal bietet ein herrliches Panorama. Nicht umsonst hat der Maler Giovanni Segantini das Dörfchen Soglio als Schwelle zum Paradies bezeichnet. Dank seiner sonnigen Lage ist das Bergell aber auch Heimat der Edelkastanie und lockt mit regionaler Kulinarik. Im Herbst findet hier das Kastanienfestival statt, das Interessenten während einem Monat auf Herbstwanderungen, zum traditionellen Kastanienschlagen und zu Degustationen mitnimmt. Die kleine, vitaminreiche Frucht findet sich in zahlreichen Spezialitäten wie Pasta, Kuchen oder Brot wieder und lässt sich am besten nach einer ausgedehnten Wanderung geniessen.

Die Referenz für regionalen Genuss.

Kartause Ittingen, Thurgau - In den Klostermauern, wo vor über 900 Jahren zuerst die Augustiner und danach die Kartäuser gebetet und gearbeitet haben, ist ein moderner Betrieb mit historischen Werten entstanden: Selbstversorgung, Fürsorge, Spiritualität, Gastfreundschaft, Bildung und Kultur. Auf knapp 100 Hektaren Land kultiviert die Kartause ihre eigenen Getreide- und Gemüseäcker, Weinreben, Obsthaine, eine Vieh- und Fischzucht sowie zwei Hektar Hopfen, welchen dem Ittinger Bier seinen Namen schenkt. Im Restaurant «Mühle» mit historischem Mühlrad, kommt alles zusammen. Das Küchenteam um Jürgen Stöckel versteht es hervorragend, mit den saisonalen Produkten vor Ort abwechslungsreiche Köstlichkeiten zu kreieren. Auf der Karte finden sich je nach Saison bis zu fünf «0 km»-Gerichte aus dem eigenen Anbau.

Weitere Ausflugstipps finden Sie unter: MySwitzerland.com