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Biodiversität im Migros-Regal - und darum herum

Mit ihrem Sortiment, ihrer Arealgestaltung und mit ihren landwirtschaftlichen Partnern fördert die Migros die Biodiversität. 

Auf vielfältige Art die Artenvielfalt fördern – dieses Motto gilt der Migros schon seit Jahrzehnten. Deshalb findet man in der Migros Biodiversität auch dort, wo man sie eigentlich nicht erwartet: zum Beispiel auf den sieben Golfplätzen, die zur Migros-Gruppe gehören. Nur ein Drittel der Platzfläche dient dem Golfspiel, der Rest besteht aus Dauergrünland oder bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum. Auf den Migros-Golfplätzen sind deshalb neben den Golflöchern Laichgewässer für Amphibien, Steinhaufen für Kleinlebewesen oder Nistkästen für verschiedene Vogelarten zu finden.

Auch den für die Biodiversität so wichtigen Insekten hilft die Migros gleich mehrfach. Bereits 2014 nahm die Migros Chemikalien mit Wirkstoffen, die Bienen gefährden können, aus dem Sortiment. IP-SUISSE-Bauern, die für die Migros-Produkte unter dem Label TerraSuisse produzieren, verzichten bei ihren Kulturen gänzlich auf den Einsatz der sieben von Greenpeace als bienenkritisch eingestuften Wirkstoffe. Auch dank der Migros nahm IP-SUISSE diese Neuerungen in ihre Anbaurichtlinien auf. Einige Migros-Genossenschaften betreiben zudem auf den Flachdächern der Filialen Bienenkästen mit eigenen Völkern und sogar im Zentrum von Zürich leben «Stadtbienen» auf dem Dach des Migros-Hauptsitzes. Die Mitarbeitenden ernten den Honig oft selbst.

Bienen Migros-Areal

Mitten im Siedlungsraum schafft die Migros auf ihren Firmenarealen Raum für eine artenreiche Flora und Fauna: Inzwischen haben wir 2,98 Mio. m2 – also etwa die Fläche von 400 Fussballfeldern - unserer Areale naturnah gestaltet: Blumenwiesen statt Rasen, heimische Pflanzen statt Exoten und begrünte Flachdächer oder Weiher. So entstand etwa 2015 beim Einkaufscenter Zugerland das schweizweit erste «Wildbienenparadies». 

Den wichtigsten Beitrag zur Biodiversität liefern allerdings unsere Partner aus der Landwirtschaft. Gemeinsam mit der IP-SUISSE und der Schweizerischen Vogelwarte hat die Migros das Biodiversitäts-Punkte-System für IP-SUISSE-Betriebe entwickelt. Mit Erfolg: Allein zwischen 2010 und 2013 nahmen die artenreichen Lebensräume auf über 8900 Betrieben um 50% zu und konnten seither noch weiter ausgedehnt werden. Und immer wieder setzen sich die Migros und die IP-SUISSE gemeinsam neue Ziele, um die Produktion nachhaltiger zu gestalten – auch zu Gunsten der Biodiversität: Der Migros-Betrieb JOWA verarbeitet jährlich 85'000 Tonnen IP-SUISSE-Mehl. Künftig verzichten die IP-SUISSE-Bauern für diesen Weizen nicht nur auf Fungizide, Insektizide und Halmverkürzer, sondern auch auf Herbizide. Bis 2023 verwendet die JOWA somit nur noch Getreide aus komplett pestizidfreiem Anbau. In diesem Jahr ersetzt die Migros ihr TerraSuisse-Logo mit dem IP-SUISSE-eignen Marienkäfer-Logo. Die Label-Anforderungen bleiben aber dieselben.

Entscheidend für den Erfolg nachhaltiger Produktion sind letztlich die Kundinnen und Kunden der Migros. Dank ihnen sind unsere Label TerraSuisse, Migros Bio und «Aus der Region. Für die Region.» in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Alle drei Label tragen zu einer bunteren und artenreicheren Schweizer Land(wirt)schaft bei.

Migros Naturareale
Migros Naturareale

 

Artenvielfalt DIY

Wir alle können zu mehr Artenvielfalt beitragen:

  • Im Herbst Asthaufen liegen lassen, damit Igel, Eidechsen und Käfer überwintern können.
  • Bunte Wildblumen säen statt ein langweiliger Rasen zu wählen– und schon wächst die Insektenvielfalt.
  • Ein Insektenhotel aufstellen, so dass Wildbienen auch in der Stadt Nistplätze finden.
  • Einheimische Blumen und Sträucher pflanzen, damit sich Insekten und andere Kleintiere zu Hause fühlen.
  • Beim Einkauf Lebensmittel aus der biologischen und der integrierten Produktion den Vorzug geben, denn bei deren Anbau nehmen die Bauern extra Rücksicht auf die Natur.
  • Zertifizierte und regionale Honigprodukte wählen.